All Is Lost – der alte Mann und das Meer

All is LostDas Format ist nicht wirklich neu und doch beeindruckt, wie spannend und ausdrucksstark ein Film sein kann, in dem außer einem Intro-Text, ein-zweimal „Scheiße“ und ein paar Hilferufen kein Wort fällt.

Auch dass Schauspielerei nicht einfach Minenspiel ist, sondern wahrlich eine Ganzkörper-Veranstaltung ist hier sehr schön zu besichtigen – gerade weil praktisch nie gesprochen wird.

Der Film „All Is Lost“ ist erbarmungslos ehrlich – und das überrascht. Denn eigentlich spendet uns Hollywood stets zuverlässig Trost, uns, die wir mit dem Helden leiden und ihm endlich die verdiente Befreiung aus allen aufgetürmten Kalamitäten wünschen. Der Trost in diesem Film ist aus einem neuen Stoff.

Cast Away“ mit Tom Hanks hat formal eine ähnliches Story wie „All is Lost“: unglückliche Umstände, einsame Person, lange, existentielle Fahrt auf dem großen Meer. Doch Redford ist nicht Hanks, der Sextant ist nicht Wilson, statt Walen erscheinen Haie.

„All is Lost“ geht eine neuen Weg und findet einen anderen, so selten gezeigten Ausgang. Robert Redford spielt einen alten Mann in einem weiten, einsamen Meer. Genau darum geht es und genau das beeindruckt stark.

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